Ich sage das mit aller Wertschätzung für den Berufsstand: Steuerberater sind keine Finanzplaner. Und Finanzplaner sind keine Steuerberater. Beides zu wissen, schützt dich vor einem teuren Missverständnis.
Was Steuerberater tun (und sehr gut tun)
Ein guter Steuerberater prüft, was du im vergangenen Jahr ausgegeben, eingenommen und investiert hast – und macht das steuerlich optimal. Er optimiert rückwirkend und minimiert die Steuerlast auf Basis von Entscheidungen, die du bereits getroffen hast. Das ist wertvoll. Aber es hat eine Grenze: Der Steuerberater arbeitet im Rückspiegel.
Was vorausschauende Finanzplanung leistet
Ein unabhängiger Vermögensberater fragt: Wie musst du dein Einkommen, deine Investitionen und deine Absicherungen strukturieren, damit du in 10, 20, 30 Jahren dort stehst, wo du hinwillst? Das bedeutet: Welche Altersvorsorge maximiert jetzt Steuern und später Rente? Welche Kapitalanlageimmobilie passt zu deinem Gesamtvermögen? Wie viel Liquidität brauchst du – und was ist effektiv geparkt statt sinnvoll investiert? Wie schützt du dein Vermögen vor Inflation, Scheidung, Berufsunfähigkeit?
Der Klassiker: Der Mandant mit 200.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto
Wir erleben es regelmäßig: Arzt, 45 Jahre alt, 200.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto, gut abgesichert durch Berufsunfähigkeitsversicherung – und trotzdem jedes Jahr ein hohes Steuergehalt an das Finanzamt. Sein Steuerberater reicht die Steuererklärung fristgemäß ein und optimiert die Werbungskosten. Das ist gut. Aber niemand hat ihm gesagt:
80.000 Euro Basisrente (zwei Jahresbeiträge) würden seine Steuerlast um 30.000 Euro senken. Die restlichen 120.000 Euro könnten als Eigenkapital für zwei Kapitalanlageimmobilien dienen. Die Mieteinnahmen würden langfristig sein passives Einkommen im Alter sichern.
Das ist keine Steuerberatung. Das ist Finanzplanung. Und beides zusammen ist mehr als die Summe der Teile.
Die Lösung: Koordination zwischen beiden
Wir arbeiten eng mit Steuerberatern zusammen – nicht gegen sie. Unsere Rolle ist, die Strategie zu entwickeln. Der Steuerberater setzt sie steuerrechtlich um. So bekommt der Mandant das Beste aus beiden Welten.



