Die Rürup-Rente – auch Basisrente genannt – ist für Selbständige, Freiberufler und Gutverdiener einer der wirkungsvollsten steuerlichen Hebel in der Altersvorsorge. Seit 2023 sind die Beiträge zu 100 % als Sonderausgaben absetzbar, was das Sparmodell noch attraktiver macht.
Was ist die Rürup-Rente?
Die Rürup-Rente gehört zur ersten Schicht des Altersvorsorgesystems (Basisversorgung) und wurde 2005 als steuerlich geförderte private Altersvorsorge eingeführt. du richtet sich besonders an Personen, die nicht in der gesetzlichen Rentenversicherung pflichtversichert sind – also Selbständige und Freiberufler.

Steuerliche Absetzbarkeit 2026
Der maximale Förderbetrag für 2026 beträgt:
- Ledige: 30.826 € pro Jahr
- Verheiratete: 61.652 € pro Jahr
Diese Beträge sind zu 100 % als Sonderausgaben absetzbar. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 % (plus Solidaritätszuschlag) ergibt sich eine Steuerersparnis von bis zu 13.620 € für Ledige pro Jahr.
Rechenbeispiel: Arzt mit 120.000 € Einkommen
Ein niedergelassener Arzt mit einem zu versteuernden Einkommen von 120.000 € zahlt 30.826 € in die Rürup-Rente ein:
- Steuerersparnis durch Sonderausgabenabzug: ca. 13.620 €
- Effektiver Eigenaufwand: nur 17.206 € für 30.826 € Altersvorsorge
- Förderquote: rund 44 %
Nachgelagerte Besteuerung
Die Rürup-Rente wird im Alter nachgelagert besteuert. Der Besteuerungsanteil steigt jährlich und erreicht 2058 die volle Besteuerung (100 %). Für Rentner, die 2026 in Rente gehen, liegt der Besteuerungsanteil bei 84 %. Der persönliche Steuersatz im Ruhestand liegt in der Regel deutlich unter dem während der Erwerbsphase – hier liegt der strukturelle Steuervorteil.
Für wen lohnt sich die Rürup-Rente besonders?
- Selbständige und Freiberufler ohne gesetzliche Rentenversicherung
- Gutverdiener mit hohem Grenzsteuersatz (ab 42 %)
- Ärzte, Anwälte und Unternehmensberater
- Geschäftsführer, die ihre Steuerlast optimieren möchten
Fazit
Die Rürup-Rente ist einer der stärksten steuerlichen Hebel für Gutverdiener. Mit bis zu 30.826 € Sonderausgabenabzug und einer Förderquote von über 40 % sollte sie ein fester Bestandteil jeder durchdachten Altersvorsorgestrategie sein.




