Die Steuererklärung ist für viele eine lästige Pflicht. Für Gutverdiener ist sie eine der wichtigsten Jahresaufgaben überhaupt. Denn die Unterschiede zwischen einer sorgfältig erstellten und einer durchschnittlichen Erklärung können schnell 3.000–8.000 Euro betragen.
Die wichtigsten Sonderausgaben für Gutverdiener
Altersvorsorgebeiträge (Schicht 1): Bis zu 29.344 Euro jährlich (Basisrente + Versorgungswerk). Das ist die mächtigste Einzelposition.
Kirchensteuer: Vollständig als Sonderausgabe absetzbar. Wer kirchensteuerpflichtig ist, sollte das konsequent angeben.
Spenden: Bis zu 20 % des Gesamtbetrags der Einkünfte als Sonderausgabe absetzbar. Wer an gemeinnützige Organisationen spendet: Belege aufbewahren.
Kinderbetreuungskosten: Zwei Drittel der Kosten für Kita, Tagesmutter etc. bis max. 4.000 Euro pro Kind und Jahr absetzbar.
Häufig vergessene Werbungskosten
Arbeitszimmer / Home-Office-Pauschale: Wer anteilig zu Hause arbeitet: bis zu 1.260 Euro pauschal oder die tatsächlichen Kosten anteilig.
Fortbildung: Fachzeitschriften, Fachliteratur, Kongresse, Fortbildungsreisen – soweit beruflich veranlasst, vollständig absetzbar.
Berufliche Kommunikation: Handy, Internet, Fachsoftware – anteiliger Berufsanteil als Werbungskosten.
Fahrtkosten: Entfernungspauschale 0,30 Euro/km (ab 21 km: 0,38 Euro/km), ggf. tatsächliche Kosten.
Doppelte Haushaltsführung: Wer aus beruflichen Gründen zwei Wohnorte hat, kann die Kosten des zweiten Haushalts steuerlich geltend machen – bis zu 1.000 Euro monatlich.
Der Tipp, der viele überrascht: Negative Einkünfte aus Vermietung
Wer eine Kapitalanlageimmobilie hält und Verluste aus Vermietung und Verpachtung erzielt (wegen hoher Finanzierungszinsen, Abschreibungen), kann diese Verluste mit anderen Einkünften verrechnen. Das senkt unmittelbar das zu versteuernde Einkommen. In den ersten Jahren einer fremdfinanzierten Immobilie ist ein steuerlicher Verlust aus Vermietung durchaus normal und steuerlich vollständig verwertbar.
Eine sorgfältige Steuererklärung kombiniert mit einer proaktiven Finanzstrategie – das ist der Unterschied zwischen einem Mandanten, der jedes Jahr Geld verschenkt, und einem, der sein Vermögen systematisch aufbaut. Sprich uns an.




