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Immobilien, Kapitalanlageimmobilien

Pflegeimmobilie Cashflow: Was bleibt wirklich übrig?

Was ist eine Pflegeimmobilie und warum ist sie interessant?

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Eine Pflegeimmobilie ist kein klassisches Mietobjekt. Du kaufst dabei eine einzelne Pflegezimmer-Einheit in einem Pflegeheim oder einer Seniorenresidenz – und vermietest sie langfristig an den Betreiber des Heims. Der Betreiber zahlt dir Miete, unabhängig davon, ob das Zimmer tatsächlich belegt ist oder nicht.

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Genau das ist der Kernvorteil: kein Leerstandsrisiko auf Eigentümerseite. Die Miete fließt vertraglich vereinbart – ob das Zimmer genutzt wird oder nicht, ist Sache des Betreibers.

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In einer Gesellschaft, die demographisch altert, klingt das wie ein No-Brainer. Und tatsächlich haben Pflegeimmobilien in den letzten Jahren viele Anleger angezogen. Aber wie bei jeder Kapitalanlage gibt es ein Bild auf der Vorderseite – und eines auf der Rückseite.

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Der Cashflow einer Pflegeimmobilie: Reale Zahlen

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Nehmen wir ein typisches Angebot: Eine Pflegezimmer-Einheit mit 25 m² in einer modernen Seniorenresidenz kostet 180.000 € (inkl. Nebenkosten). Die monatliche Miete beträgt 850 € kalt.

nBruttomietrendite:n

850 € × 12 ÷ 180.000 € × 100 = 5,67 % p. a.

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Das klingt gut. Aber schauen wir genauer hin:

nAbzüge pro Jahr:n

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Posten Betrag
Kreditzinsen (80 % fremdfinanziert, 3,8 % Zins) ca. 5.472 €
Hausgeld / Instandhaltungsrücklage ca. 600 €
Steuerberater, Verwaltung ca. 300 €
Gesamt Abzüge ca. 6.372 €

nMieteinnahmen brutto: 10.200 € / JahrnCashflow vor Steuern: 10.200 € − 6.372 € = ca. 3.828 € / Jahr = 319 € / Monatn

Das ist der reale Cashflow – nicht die Bruttorendite. Und bei einem Grenzsteuersatz von 42 % und einer AfA von ca. 3.600 € (2 % von 180.000 €) ergibt sich noch eine Steuerersparnis von ca. 1.512 € / Jahr – was den Netto-Cashflow auf ca. 444 € / Monat verbessert.

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Risiken, die du kennen musst

n1. BetreiberinsolvenznDas größte Risiko bei Pflegeimmobilien ist nicht der Mieter (Bewohner), sondern der Betreiber (Pflegeheim). Wenn der Betreiber insolvent wird, fällt die Miete aus – und du sitzt auf einer spezialisierten Immobilie, die kaum anderweitig vermietet werden kann. Die Recherche zur Betreiber-Bonität ist deshalb entscheidend.n2. Eingeschränkte EigennutzungnIm Gegensatz zu einer Eigentumswohnung kannst du eine Pflegeimmobilie nicht selbst bewohnen. Sie ist konsequent auf Rendite ausgerichtet – aber nicht flexibel.n3. WiederverkaufnDer Markt für Pflegeimmobilien ist deutlich enger als für klassische Wohnimmobilien. Käufer sind fast ausschließlich renditeorientierte Kapitalanleger, was den Wiederverkauf erschwert und die Preisfindung komplizierter macht.n4. Indexierte MietanpassungennViele Pachtverträge mit Betreibern sind indexiert (gebunden an den Verbraucherpreisindex). Das schützt vor Inflation, aber die Anpassungsintervalle (oft 5 Jahre) können zu realen Mietverlusten führen.n


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Für wen eignet sich eine Pflegeimmobilie?

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Pflegeimmobilien passen gut zu Anlegern, die:n

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  • Passiven Cashflow ohne eigene Verwaltung suchen
  • n

  • Eine diversifizierte Anlagestrategie verfolgen (nicht alles in Wohnimmobilien)
  • n

  • Den demographischen Trend langfristig nutzen wollen
  • n

  • Ein stabiles Einkommen haben und den steuerlichen AfA-Vorteil ausschöpfen können
  • n

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Sie passen nicht zu Anlegern, die:n

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  • Maximale Flexibilität beim Wiederverkauf brauchen
  • n

  • Einfluss auf die Immobilienverwaltung haben möchten
  • n

  • Das Betreiberrisiko scheuen
  • n

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*Autor: Niclas Denzer | NC Finance Vermögensberatungsgesellschaft | Stand: Mai 2026*

Immobilien, Steueroptimierung

AfA Immobilie: Beispiel & Berechnung 2026

Was ist die AfA bei Immobilien?

AfA steht für „Absetzung für Abnutzung“ – und ist einer der mächtigsten Steuervorteile für Immobilieninvestoren in Deutschland. Das Prinzip: Das Finanzamt erkennt an, dass Gebäude mit der Zeit verschleißen. Deshalb darfst du als Vermieter einen Teil des Gebäudewerts jährlich als Betriebsausgabe (genauer: als Werbungskosten) steuerlich geltend machen.

Wichtig zu verstehen: Die AfA ist ein rein steuerlicher Vorgang. Du musst kein Geld ausgeben – das Finanzamt erlaubt dir trotzdem, jedes Jahr einen Betrag vom zu versteuernden Einkommen abzuziehen. Das reduziert deine Steuerlast, ohne dass tatsächlich Cash abfließt.

Welche AfA-Sätze gelten 2026?

Die Höhe der AfA hängt davon ab, wann das Gebäude errichtet wurde:

Baujahr AfA-Satz Abschreibungsdauer
Vor 1925 2,5 % 40 Jahre
1925 bis Ende 2022 2,0 % 50 Jahre
Ab 2023 (Neubau) 3,0 % 33 Jahre
Denkmalgeschützt 9 % / 7 % 12 Jahre (Sanierungsanteil)

Für die meisten Bestandsimmobilien gilt also der Satz von 2,0 % pro Jahr. Bei Neubauten (Baugenehmigung ab 01.01.2023) hat der Gesetzgeber den Satz auf 3,0 % erhöht – ein klarer Anreiz für Neubauprojekte.


AfA Berechnung: Konkretes Rechenbeispiel

Nehmen wir an, du kaufst eine vermietete Eigentumswohnung für 350.000 € (Gesamtkaufpreis inkl. Nebenkosten). Davon entfallen laut Kaufpreisaufteilung:

  • Grundstücksanteil: 70.000 € (wird nicht abgeschrieben)
  • Gebäudeanteil: 280.000 € (wird abgeschrieben)

Berechnung der jährlichen AfA (Baujahr 2005 → 2,0 %):

280.000 € × 2,0 % = 5.600 € jährliche AfA

Wenn du einen Grenzsteuersatz von 42 % hast (typisch für Gutverdiener), bedeutet diese AfA eine jährliche Steuerersparnis von:

5.600 € × 42 % = 2.352 € Steuerersparnis pro Jahr

Über die gesamte Abschreibungsdauer von 50 Jahren ergibt sich eine theoretische Gesamtersparnis von über 117.000 € – bei gleichem Steuersatz.

Kaufpreisaufteilung richtig machen

Die Aufteilung zwischen Grundstück und Gebäude ist entscheidend, denn nur der Gebäudeanteil wird abgeschrieben. Es gibt drei Wege:

  1. Kaufvertragliche Aufteilung: Käufer und Verkäufer einigen sich im Kaufvertrag. Das Finanzamt prüft, ob die Aufteilung marktgerecht ist.
  2. Bodenrichtwert-Methode: Anhand des amtlichen Bodenrichtwerts wird der Grundstücksanteil bestimmt.
  3. Arbeitshilfe des BMF: Das Bundesfinanzministerium stellt eine Excel-Tabelle bereit, mit der du die Aufteilung selbst berechnen kannst.

Tipp: Ein höherer Gebäudeanteil bedeutet mehr AfA und mehr Steuerersparnis. Lass die Kaufpreisaufteilung von einem Steuerberater prüfen – das lohnt sich finanziell deutlich.


AfA und der Cashflow: Wie alles zusammenspielt

Viele Anleger unterschätzen, wie die AfA den Cashflow verbessert. Schauen wir uns ein realistisches Beispiel an:

Ausgangssituation (pro Jahr):

  • Mieteinnahmen: 12.000 €
  • Kreditzinsen: 8.000 €
  • Hausverwaltung + Rücklagen: 1.500 €
  • AfA: 5.600 €

Steuerlicher Verlust:

12.000 € − 8.000 € − 1.500 € − 5.600 € = −3.100 € (Verlust)

Dieser Verlust kann mit anderen Einkunftsarten (z. B. Gehalt) verrechnet werden. Bei einem Grenzsteuersatz von 42 % bedeutet das:

3.100 € × 42 % = 1.302 € zusätzliche Steuererstattung

Gleichzeitig bist du de facto nicht „im Minus“ – die AfA war ja kein tatsächlicher Geldabfluss. Dein realer Cashflow sieht also deutlich besser aus als der steuerliche Verlust.


Häufige Fehler bei der Immobilien-AfA

  1. Grundstück und Gebäude nicht trennen: Wer den gesamten Kaufpreis abschreibt, macht einen teuren Fehler.
  2. Falsche Bemessungsgrundlage: Kaufnebenkosten (Notar, Grunderwerbsteuer) erhöhen die Bemessungsgrundlage anteilig.
  3. Vergessene Sanierungskosten: Nachträgliche Modernisierungen über 15 % des Gebäudewerts müssen aktiviert und abgeschrieben werden – nicht sofort abgezogen.
  4. Denkmal-AfA nicht genutzt: Wer eine denkmalgeschützte Immobilie kauft und sanieren lässt, verschenkt ohne die Sonder-AfA erhebliches Steuerpotenzial.

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Autor: Niclas Denzer | NC Finance Vermögensberatungsgesellschaft | Stand: Mai 2026

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